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Wünsch dir was: Wann möchten Arbeitnehmer gern in Rente gehen?

Wünsch dir was: Wann möchten Arbeitnehmer gern in Rente gehen?

Am liebsten deutlich früher als mit 67 möchten die meisten Arbeitnehmer den Ruhestand antreten. Unter gewissen Umständen würden manche jedoch auch länger arbeiten.

Das Durchschnittsalter in Deutschland steigt – der demografische Wandel lässt grüßen. Das Renteneintrittsalter von 67 ist hierzulande vergleichsweise hoch, doch fordert beispielsweise das Institut der deutschen Wirtschaft, es auf 70 zu erhöhen.

Fragt man hingegen die Arbeitnehmer selbst, sieht das ganz anders aus – so hat es der HR- und Payroll-Spezialisten SD Worx durch eine Umfrage unter 5.000 abhängig Beschäftigten in Belgien, Deutschland, Frankreich, den Niederlanden sowie dem Vereinigten Königreich herausgefunden. Ein Ergebnis ist in allen Ländern gleich: Je näher an der Rente, desto größer die Arbeitsbereitschaft. Konkret wünschen sich die über 55-Jährigen, sich etwa zwei Jahre früher in den Ruhestand zurückzuziehen, als es das Gesetz vorsieht, während die Befragten im Alter zwischen 18 und 34 Jahren gern einige Jahre früher in diesen Genuss kommen möchten.

Bei Selbstständigen mit Personal ist dieser Unterschied noch deutlicher. Die über 55-Jährigen stellen sich durchschnittlich vor, bis 68 zu arbeiten, ihre jungen Pendants möchten hingegen schon mit 47 Jahren aufhören.

Eine Motivation, eventuell über das gesetzliche Pensionsalter hinaus arbeiten, sehen Arbeitnehmer in erster Linie im Einkommen. Auch bei kürzeren Arbeitszeiten können es sich viele vorstellen. Manche eher, wenn ihre Arbeit interessanter würde oder mehr Bedeutung erhielt. Bei dieser Frage lässt sich wieder der Generationsunterschied erkennen: So ist das bessere Einkommen für alle Altersgruppen ein wichtiger Faktor, doch mit höherem Alter nimmt die Bedeutung ab. Dasselbe gilt für die Verringerung der Arbeitszeit sowie die Relevanz der eigenen Arbeit – beides ist den jüngeren Altersgruppen ebenfalls wichtiger.

Eine weitere interessante Erkenntnis der Studie ist, dass die älteren Arbeitnehmer ihren Job tendenziell mit mehr Energie ausüben, während die jüngeren sie stärker als Belastung empfinden. „Eine mögliche Erklärung für diesen deutlichen Unterschied ist die Tatsache, dass die ältere Generation mit ihren Aufgaben deutlich vertrauter und routinierter ist“, sagt Tanja Büchsenschütz, HR Director bei SD Worx. „Dank ihrer langjährigen Erfahrung machen sie sich weniger Sorgen und haben ihren Job gut im Griff. Junge Arbeitnehmer stehen am Anfang ihrer Karriere, sie wollen schnell viel erreichen und gleichzeitig ihrem Bedürfnis nach Work-Life-Balance nachkommen. Dabei entsteht oft Stress. Hier kann eine gute Personalentwicklung, begleitet von Karriereplänen helfen. Arbeitgeberangebote von Schulungsmaßnahmen und lebenslanges Lernen geben in jedem Alter Sicherheit.“