NEWS

Aktuelle Beiträge

Mitarbeiter ist nicht gleich Mitarbeiter

Mitarbeiter ist nicht gleich Mitarbeiter

Haben sich im Zuge der Pandemie eigentlich neue Mitarbeitertypen entwickelt? Das Unternehmen Poly hat sechs verschiedene definiert und deren charakteristische Kommunikations- und Arbeitsweisen analysiert. Aus den Ergebnissen lassen sich unter anderem verschiedene New-Work-Trends und Anforderungen an die Belegschaft ableiten. 

„Wir untersuchen Mitarbeiter-Typen seit fast einem Jahrzehnt, aber noch nie war es so wichtig wie heute, die Persönlichkeitstypen in Unternehmen wirklich zu verstehen“, sagt Henning Schäfer, Vice President Central EMEA Sales bei Poly. „Auch wenn diese Studie während der Pandemie durchgeführt wurde, sind wir der Meinung, dass die am Arbeitsplatz beobachteten Verhaltensänderungen langfristig bestehen bleiben werden. Die neuen Arten der Kommunikation und Herausforderungen zu erkennen und dafür zu sorgen, dass alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über die richtigen Werkzeuge und Geräte verfügen, um ihre Effizienz und Produktivität zu maximieren, ist der Schlüssel zu einer erfolgreichen und effizienten Belegschaft, jetzt und in den kommenden Jahren. Besondere Bedeutung hat auch das Thema Gleichberechtigung in hybriden Meetings. Hierzu gibt es aktuell in den Unternehmen noch recht wenig Bewusstsein, was sich aber langsam ändert." 
 
Der konventionelle Büromitarbeiter 
Mit einem Anteil von 27 Prozent machen sie den größten Anteil der Belegschaft aus. Ihr Fokus liegt auf Zusammenarbeit und sie sind offen für neue Technologien, die ihr Arbeitsleben verbessern. Meist verwenden sie mehrere Geräte gleichzeitig am Arbeitsplatz, deshalb ist für sie ein nahtloses Kommunikationsmanagement sehr wichtig. Pandemiebedingt wird diese Gruppe in den nächsten Jahren kleiner werden, da viele von ihnen eine hybride Arbeitsweise wünschen. 
 
Der Flexible
Hier beträgt der Anteil etwa 20 Prozent – sie arbeiten in hybriden Modellen und passen dadurch ihre Kommunikationskanäle stetig ihrer aktuellen Arbeitsplatzsituation an. Durch die Standortwechsel laufen sie Gefahr, den regelmäßigen Kontakt zu Kollegen zu verlieren oder wichtige Informationen zu verpassen. Sie müssen daher „always on“ sein und über mehrere Geräte kommunizieren, um dieses Risiko zu minimieren. In Zukunft wird diese Gruppe immer weiter wachsen, da der konventionelle Bürotyp mittlerweile die Vorteile von hybriden Arbeitsmodellen zu schätzen gelernt hat. 
 
Der Homeoffice-Mitarbeiter
Die besondere Herausforderung dieses Mitarbeitertyps: Ohne die Chance, sich persönlich auszutauschen, müssen sie eine Möglichkeit finden, trotzdem erfolgreich und produktiv mit den anderen Arbeitstypen zusammenzuarbeiten. Sie sind Teamplayer, die noch stärker als andere auf die modernen Collaboration-Technologien angewiesen sind. Dieser Personenkreis wird in Zukunft weiter wachsen, denn es ist absehbar, dass viele Menschen, die aktuell noch im Büro arbeiten, in Zukunft auf Remote-Betrieb wechseln werden.  
 
Der traditionelle Büromitarbeiter
Bei diesen rund 13 Prozent spielen insbesondere klassische Systeme und Geräte, wie das Festnetztelefon, eine Rolle. Ihr Problem: Ablenkung durch laute Hintergrundgeräusche und mangelnde Privatsphäre bei Anrufen. Obwohl sich dieser traditionelle Arbeitsstil während der Pandemie verändert hat, wird diese Personengruppe zunächst noch stabil bleiben, da sie sich auf die Rückkehr ins Büro freut – langfristig gesehen wird sich dies vermutlich aber ändern. 
 
Der leitende Angestellte
Diese technikbegeisterten Führungskräfte machen 12 Prozent der typischen Belegschaft aus. Als treibende Kräfte im Unternehmen schauen sie gerne über den Tellerrand und sind offen für neue Ideen. Ihr Arbeitsstil ist vielseitig und sie nutzen mehr Kommunikationsmittel als jeder andere Arbeitstyp. Da sie ständig über alle Geräte erreichbar sind, sind ihre größten Herausforderungen Unterbrechungen, Ablenkungen und störende Hintergrundgeräusche – das wird sich auch in Zukunft nicht ändern. 
 
Der Außendienstmitarbeiter
Mit einem Anteil von nur 5 Prozent gehören Außendienstmitarbeiter zum kleinsten Personenkreis. Sie sind ständig unterwegs, knüpfen Kontakte und schließen Geschäfte ab. Sie benötigen tragbare und einfach zu bedienende Lösungen, die Störgeräusche eliminieren und das Risiko instabiler Netzverbindungen verringern.  
Auch wenn Corona gezeigt hat, dass Geschäftsreisen nicht unbedingt nötig sind – ganz ohne Außendienst wird es auch in Zukunft nicht gehen, von daher bleibt diese Personengruppe auch in nächster Zeit noch bestehen. 
 
Die verbleibenden 8 Prozent, die nicht unter diese sechs Mitarbeiter-Typen fallen, werden der Gruppe „Office Independent" zugeordnet. Dazu gehören Personen, die in selbstgesteuerten Rollen arbeiten und nur begrenzte Anforderungen an Kommunikations- und Zusammenarbeitstechnologien haben. Deshalb wurden sie hier in der Analyse vernachlässigt.