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Chef/-in gesucht

Kategorie: Living Office
Chef/-in gesucht

Chef/-in gesucht

Nach einer aktuellen Schätzung des Instituts für Mittelstandsforschung (IfM) stehen bis 2018 rund 135.000 Familienunternehmen vor der Nachfolgefrage. Von der Herausforderung, den Generationswechsel erfolgreich zu vollziehen, hängt dabei viel ab: Neben dem Fortführen des Lebenswerks und dem Fortbestand des Unternehmens geht es auch um den Erhalt von Arbeitsplätzen – im Fünf-Jahres-Zeitraum werden laut IfM rund zwei Millionen Beschäftigte von Übergaben betroffen sein.

Besonders stark ist der Nachfolge-Stau in NRW. Dort sind geschätzte 29.400 Unternehmen auf der Suche. Aber wie und vor allem wo findet man den passenden Chef oder die geeignete Chefin für das Unternehmen?

Anders als in anderen Ländern ist es insbesondere bei uns der Wunsch des Unternehmers, dass sein Nachkomme das Unternehmen weiterführen wird. Dabei sind heute die Chancen der Töchter genauso groß wie die der Söhne.

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FAMILIENNACHFOLGE

Aber unabhängig, ob Sohn oder Tochter, stellt sich doch die Frage, ob persönliche und fachliche Qualifikationen des Nachfolgers für die Führung eines Unternehmens ausreichend sind. Akademische Grade, Auslandssemester, Sprachkenntnisse und einige Jahre Erfahrung aus anderen Unternehmen bringen sicherlich die notwendigen fachlichen Qualitäten mit. Die persönlichen Qualifikationen jedoch sind weit schwieriger nachzuweisen. Insbesondere dann, wenn Tochter oder Sohn bereits als Kleinkind durch den Betrieb gelaufen sind und die Mitarbeiter daraus die falsche Schlussfolgerung ziehen, dass sie stets die Kleinen bleiben werden. Auch der natürliche Nachfolger muss sich die Akzeptanz in der Belegschaft, bei Kunden und Lieferanten und in der Branche verdienen. Laut IfM ist die Übergabe an Familienmitglieder mit 54 Prozent dennoch mit Abstand die beliebteste Variante.

MITARBEITER ZWEITER REIHE

Ist kein natürlicher Nachfolger vorhanden oder hat dieser erklärt, als Nachfolger nicht zur Verfügung zu stehen, wird gern auf die Mitarbeiter aus der zweiten Reihe zurück gegriffen. Die Vorteile liegen klar auf der Hand: Zweifelsfreie Loyalität, Dankbarkeit für langjährige Dienste, aber auch nachweislich langjährige Erfahrung und Branchen-Know-how zeichnen diese Mitarbeiter aus. Abgesehen von der Tatsache, dass ein Mitarbeiter der zweiten Reihe in aller Regel nicht generalistisch aufgestellt ist, sondern fachbezogen arbeitet, zieht eine solche Personalentscheidung dennoch auch kritische Fragen nach sich: 1. Warum war er immer der Mann der zweiten Reihe? 2. Wird es ihm gelingen, frischen Wind in das Unternehmen zu bringen? 3. Warum gerade er? Nur 17 Prozent der Unternehmen entscheiden sich laut IfM für diese Möglichkeit. Weit populärer ist die Nachfolgersuche außerhalb des Unternehmens mit fast 29 Prozent.

ANDERE WEGE GEHEN

Neben dem „Management Buy-out“ (Unternehmensankauf durch das eigene Management) oder dem „Management Buy-in“ (die Übernahme des Unternehmens durch fremde Manager) stellt für viele Unternehmen die proaktive Suche nach einem externen Geschäftsführer eine geeignete Alternative dar. Wird dieser Wunschkandidat auch gefunden, so kann er oder sie externes Wissen und Branchen-Know-how einbringen und die Chance zur Veränderung von Strukturen, Abläufen, Organisationen nutzen. Der Unternehmer beziehungsweise die Unternehmerin hält dabei weiterhin das Kapital und damit auch die gesamte unternehmerische Verantwortung. Was viele Unternehmen dagegen oft erst dann erwägen, wenn alle anderen Möglichkeiten kein Ergebnis gebracht haben, ist der Verkauf des eigenen Unternehmens an ein anderes Unternehmen. Für den Betrieb selber kann eine solche Transaktion jedoch unglaubliche Potenziale und Synergien für die weitere unternehmerische Entwicklung bieten. Welcher Weg der Unternehmensnachfolge gewählt wird, hängt von den Vorstellungen und Zielen des Unternehmers oder der Unternehmerin ab und von den verschiedenen Möglichkeiten, die sich ihm oder ihr für die Weiterführung des Unternehmens bieten. Die Beratergruppe MENSCHEN.

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IDEEN ZAHLEN.

(MIZ) begleitet und berät Unternehmen an Rhein und Ruhr seit Jahrzehnten erfolgreich bei der Nachfolgefrage. Sie ist eine der führenden Anbieter des Ruhrgebiets im Bereich der Steuerberatung, der Wirtschaftsprüfung und der Unternehmensberatung. Seit Anfang des Jahres rundet außerdem eine Anwaltsgesellschaft mit den Tätigkeitsschwer-punkten Steuer- und Wirtschaftsstrafrecht, Steuerstreitführung, Insolvenzrecht und Compliance das Angebot ab. Durch die interdisziplinäre Zusammenarbeit und den unmittelbaren Informationsaustausch gelingt es der MIZ, steuerliche, betriebswirtschaftliche und juristische Kompetenzen zusammenzubringen.

Mehr Informationen zur Beratergruppe finden Sie unter www.miz.de

 
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