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Wer kümmert sich um den Datenschutz?

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Wer kümmert sich um den Datenschutz?

Die Pflichten, die sich ab dem 25. Mai 2018 durch die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) endgültig ergeben, stellen alle Unternehmen vor große Herausforderungen. Und den meisten von ihnen fehlt das qualifizierte Personal, das Datenschutzregelungen umsetzen könnte.

Mehr als die Hälfte der deutschen Unternehmen ist der Ansicht, dass weniger als eine Vollzeitstelle dafür ausreichend ist. 27 Prozent investieren in eine Vollzeitstelle und 14 Prozent haben mehr dafür vorgesehen. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Unternehmensbefragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. Doch ob sich Mitarbeiter in Vollzeit oder Teilzeit mit Datenschutz befassen – sie müssen wissen, was zu tun ist. „Der Arbeitsaufwand bei der Umsetzung der Datenschutzgrundverordnung ist enorm, gleichzeitig suchen Unternehmen händeringend nach passenden Fachkräften“, sagt Susanne Dehmel, Mitglied der Bitkom-Geschäftsführung für Recht und Sicherheit.

Die DSGVO ist bereits am 25. Mai 2016 in Kraft getreten. Zum Stichtag 25. Mai müssen alle Unternehmen die neuen strengen Regeln definitiv beachten. Dafür ist ein Verarbeitungsverzeichnis für Personendaten notwendig und es müssen Informationspflichten gegenüber Kunden berücksichtigt werden. In der Produktentwicklung spielt künftig „Privacy by Design“ eine Rolle, womit Transparenz bei internetfähigen Produkten gefordert wird, die im Hintergrund – auch personenbezogene – Daten übertragen. In diesem Zusammenhang entscheidet die EU noch in diesem Jahr über die sogenannte E-Privacy-Verordnung. In der aktuellen Fassung stellt sie DSGVO-konforme Datenverarbeitung teilweise unter den Vorbehalt einer strengeren Form der Einwilligung oder untersagt sie sogar.

Der Bitkom-Verband stellt kostenlos Informationen zur Verfügung, die bei der Umsetzung der DSGVO helfen sollen: Praxisleitfäden, FAQs sowie einen Mustervertrag zur Auftragsdatenverarbeitung.

 

 

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