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Studie zum Internet der Sprache

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Studie zum Internet der Sprache

Zwar wissen 70 Prozent der Deutschen, was ein Sprachassistent ist, doch nur 37 Prozent haben schon einmal Siri, Alexa oder Cortana ausprobiert, um ihre Geräte zu steuern – von ihnen nutzt die Hälfte die Spracheingabe mehrmals pro Woche.

Dabei werden die auf Smartphones vorinstallierten Assistenten am meisten genutzt, am beliebtesten sind der Google Assistant und Apples Siri mit jeweils 15 Prozent. Das sind Ergebnisse aus einer Umfrage, die das Hamburger Marktforschungsinstitut Splendid Research im November 2017 unter mehr als tausend Deutschen im Alter von 18 bis 69 Jahren durchgeführt hat. Untersucht wurde, in welchem Umfang digitale Sprachassistenten eingesetzt werden, welche Verwendungsmöglichkeiten beliebt sind und warum Nicht-Nutzer die Assistenten ablehnen.

Interessanterweise ist bei der Begeisterung für Sprachassistenten keine ausgeprägte Altersgruppe auszumachen. Der wichtigste Grund für die Nutzung ist, sich das Tippen zu ersparen. So sprechen 67 Prozent der Nutzer ihre Nachrichten, 65 Prozent bedienen die Suchmaschine und 62 Prozent spielen Musik ab.

Unter den Nicht-Nutzern weiß die Hälfte keine sinnvolle Verwendungsmöglichkeit, ein Viertel äußerte Datenschutzbedenken. Viele finden es unheimlich, mit Geräten zu kommunizieren – darunter sind erheblich mehr Frauen als Männer.

Gerätegebundene Smartspeaker stoßen bislang auf geringes Interesse: Lediglich zwei Prozent der Befragten kann sich vorstellen, Geld dafür auszugeben.

„Wie schnell die Verbreitung des Internets der Sprache zunimmt, wird davon abhängen, ob bedürfnisorientierte Verwendungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen“, sagt Carina Krämer, Studienleiterin von Splendid Research. Das Sicherheitsbedürfnis unter den Bundesbürgern sei beispielsweise enorm hoch: „Ein Smartspeaker mit der die Fähigkeit, Räume zu überwachen und den Besitzer zu alarmieren, könnte äußert erfolgreich sein.“

 

Foto: shutterstock

 

 

 

 

 


 

 

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