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Auch gesehen? Ein Orgatec-Rundgang

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Auch gesehen? Ein Orgatec-Rundgang

Am Samstag ging die Orgatec zu Ende. Kurz nach Messeschluss stellt FACTS einen großen, bunten Strauß an Highlights vor, die alle erdenklichen Arbeitswelten berühren.

 

NEW WORK: DIE ZUKUNFT KOMMT AN

Ein weitaus größerer Messeschwerpunkt als jemals zuvor lag auf „New Work“ oder dem „activity based working“. Einige Aussteller hatten ihren Stand nicht auf Produkte, sondern nach Arbeitsbereichen ausgerichtet, die bestimmte Tätigkeiten oder Arbeitsphasen begünstigen. Kinnarps und Nowy Styl beispielsweise errichteten auf ihren Ständen Arbeitszonen, die der konzentrierten Einzelarbeit, dem kollektiven Miteinander oder den Ruhephasen zugutekommen. Ebenso Interstuhl mit dem raumbildenden Konzept „Splaces“, also einer Verbindung aus Place und Space. Auch Dauphin trug zu allen Aspekten der Büroarbeit bei: Die Marke Bosse stellte Raum-in Raum-Lösungen für den Rückzug sowie Küchenelemente für den wichtigsten Treffpunkt im Unternehmen vor. Abgetrennte Räume gab es auch bei Sedus und Koleksiyon zu sehen. Inwerk präsentierte seine modulare Masterbox, die vor allem bei Architekten großen Anklang fand. König + Neurath zeigte mit vier Stilwelten – Pure, Flow, Timeless und Vision –, wie sich das Unternehmen quasi neu erfunden und seine Marken stärker geprägt hat.

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ARBEITSPLÄTZE GUT VERBUNDEN

Die Vernetzung dieser Arbeitsplätze haben sich beispielsweise Sedus, Nowy Styl und Interstuhl vorgenommen – Sedus hatte für die Präsentation gleich den gesamten Messestand mit digitaler Technik ausgestattet. Vernetzung soll gerade in Büroumgebungen mit wechselnden Arbeitsplätzen zum Tragen kommen, wo Mitarbeiter sich einen bestimmten Platz für einen Tag oder eine Stunde buchen können. Vernetzung auf die ganz technische Art bot Sharp: Durch das Konzept „My Integrated Office“ werden Dokumente allerorts verfügbar gemacht, Meetings mit Präsentationsmitteln konstruktiv gestaltet und kollaboratives Arbeiten ermöglicht – am Beispiel der FACTS-Titelseite bekamen es die Redakteure demonstriert.

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ERGONOMIE BEIM ARBEITEN

Die periphäre Arbeitsplatz-Ergonomie war das Thema bei Dataflex, Humanscale und Ergotron. Dataflex beispielsweise hatte neben der Präsentation der Bento-Box und der Dockingstation „Link“ auch verstärkt den Umweltaspekt eingebracht. Auch Humanscale widmet sich der Verfügbarkeit von Anschlüssen aller Art an Arbeitsplätzen und hat sie direkt in den Fuß des Monitorarms integriert. Neue oder verbesserte Monitorarme gab an allen drei Ständen zu sehen.

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STEHEN – SITZEN – SICH BEWEGEN

Wie höhenverstellbare Schreibtische die Ergonomie des Arbeitsplatzes verbessern, war an zahlreichen Ständen zu sehen – in der Regel wie bei WINI oder Nowy Styl elektromotorisch. Sowohl Ergotron als auch Humanscale zeigten stromlose Tische, die mit Federkraft manuell einstellbar sind, und zwar sehr schnell und vollkommen geräuschlos. Beide Hersteller präsentierten als Alternative auch einen höhenverstellbaren Tischaufsatz, der ebenso funktioniert und eine Arbeitsfläche beispielsweise mit Tastatur und Monitor hochfährt.

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GUTES LICHT

Der Beleuchtungsspezialist Waldmann hatte selbstverständlich wieder einen perfekt ausgeleuchteten Stand, der das „Human centric lightning“ demonstriert. Wie sehr die Bedürfnisse des einzelnen Menschen bei der Beleuchtung eine Rolle spielen, beschrieb Waldmann anhand der Chrontypen, also der inneren Uhr von früh oder eher spät aktiven Menschen. Um noch einen Schritt weiterzugehen, ist das Unternehmen jetzt eine Projektpartnerschaft mit Fujitsu eingegangen, um das Licht des Bildschirms chronotypisch einzustellen. Auch König + Neurath zeigte in Zusammenarbeit mit Artemide, wie unterschiedliche Lichtstimmungen Arbeitsplatzsituationen verändern können.

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ERWARTUNGSGEMÄSS: VIELE STÜHLE

Und natürlich waren auf der Orgatec Stühle, Stühle und nochmals Stühle zu sehen. KÖHL präsentierte seinen neuen Drehstuhl TEMPEO im schlicht-minimalistischen Design und in verschiedenen Varianten. Bei Viasit hat sich zum Drumback ein „Newback“ gesellt, außerdem gibt es einen Stuhl mit einer neuartigen Mechanik, auf dem es sich wie auf Wolken sitzen lässt – ein Exemplar erhält die FACTS-Redaktion in Kürze zum Testen. Neue Sitzmechaniken haben auch Wagner, Sedus und Rovo entwickelt. Der neue PUREis3 von Interstuhl stellt sich mit der neuen Smart-Spring-Technologie auf jeden Besitzer ohne sein Zutun ein. Bei dem von Martin Ballendat für Nowy Styl entwickelten Xilium folgt die Rückenlehne dem Sitzenden bei allen Bewegungen. aeris stellte mit numo gleich eine ganze bewegte Stuhlfamilie vor, die sich durch ihr Design, in dem die „Mechanik“ sichtbar wird, auszeichnet.

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Dauphin wartete zum 50-jährigen Bestehen mit dem Drehstuhl Stilo operator auf, der die beim Hersteller gewohnte Qualität, ergonomische Funktionen und modernes Design zum günstigen Preis vereint.Unter den ergonomischen Neuheiten von Topstar war ein bunter Hüpfhocker mit integrierter Feder, der der Fitness bei der Arbeit dienen soll.

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Zum ersten Mal trat der Stuhlhersteller Lento auf der Orgatec auf, der die fünfte Generation seines umfassenden Stuhlprogramms agilis vorstellte. Der agilis-Bürostuhl ist mit einer Rückenlehne ausgestattet, die dem Sitzenden durch Rotation, Aktivierung und Stabilisierung intuitiv „richtiges Sitzen“ ermöglichen soll.

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WEICH SITZEN

Viele Sitzmöbelhersteller widmeten sich dem Sitzen jenseits des Arbeitsplatzes. So hatte SMV das Standkonzept „Digitalisierung“ mit neuen Loungemöbeln, für deren Entwicklung auch Jungdesigner verantwortlich zeichnen. deberenn zeigte eine große Anzahl an Neuheiten für den Bereich Softseating. Auch Flokk, dessen sieben Marken vertreten waren, kündigte an, dass Softseating ein zunehmend wichtiger Schwerpunkt wird. Viasit zeigte neue Module für das modulare Softseating-Programm Organic Link sowie neue Stühle für Konferenzräume und Wartebereiche.

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INTERESSANTES AUSSER DER REIHE

Ein neuartiges „Bürogerät“ zeigte Sharp mit Skywell. Das ist ein Wasserspender, der Luftfeuchtigkeit zu gesundem Trinkwasser aufbereitet – kalt oder heiß.

Zum Anfassen war die Präsentation des neuen Farbkonzepts von Sedus, das künftig die gesamte Auswahl an Stoffen und Materialien für die Sedus-Produkte prägen soll.

Am Stand von KÖHL war an der Wand der Spinacare angebracht, der den Rücken zwischendurch wohltuend vom Nacken bis zur Hüfte und zurück massiert: Höhe einstellen, sich anlehnen, los geht’s.

Topstar stellte seinen Gamingstuhl als Beispiel für bewegtes Sitzen gleich in den Mittelpunkt seines Auftritts: Die Besucher konnten ein virtuelles Space-Rennen allein durch die Körperbewegungen im Sitness-Stuhl steuern.

Auffallend viele Schaukeln gab es auf der Orgatec zu sehen, sie wurden rege genutzt. Ob sie tatsächlich Einzug in die Loungebereiche von Unternehmen halten werden, bleibt abzuwarten – FACTS ist gespannt.

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