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Kinnarps zieht um

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Kinnarps zieht um

Die deutsche Tochtergesellschaft des schwedischen Büromöbelherstellers Kinnarps will in der Nachbarschaft in Worms ein neues Headquarter beziehen. Hintergrund ist die Verlagerung der gesamten Produktion nach Schweden – seit Anfang Oktober werden bei Kinnarps in Worms keine Büromöbel mehr produziert.

Das neue Verwaltungsgebäude von Kinnarps Deutschland ist zentral in der Nähe des Bahnhofs gelegen. Die neue Standortlösung, die auch vom Betriebsrat der Kinnarps GmbH getragen wird, erhielt Unterstützung von Oberbürgermeister Michael Kissel, dem Bereich Planen und Bauen unter Leitung von Baudezernent Uwe Franz und der städtischen Wirtschaftsförderung. Voraussichtlich Mitte 2020 wird Kinnarps den Verwaltungssitz in den beiden oberen Etagen des Neubauprojekts „Liepark“ beziehen. Das Objekt soll unmittelbar am P+R-Parkhaus am Westzugang des Bahnhofs entstehen und insgesamt fünf Stockwerke mit rund 600 Quadratmetern Fläche pro Geschoss und eine Tiefgarage umfassen. Für Sebastian Groesslhuber, Geschäftsführer der Kinnarps GmbH, bedeutet diese Entscheidung einen wichtigen Schritt für das Unternehmen und seine Beschäftigten: „Ich bin sehr froh, dass wir eine Lösung gefunden haben, die sowohl für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als auch für die Stadt Worms eine hervorragende Perspektive bietet.“

Da der laufende Mietvertrag auf dem ehemaligen Schärf-Gelände an der Mainzer Straße bereits im kommenden Jahr ausläuft, wird jedoch eine Übergangsimmobilie benötigt, um die Zeit bis zur Fertigstellung des Liepark-Projekts zu überbrücken. Aller Voraussicht nach wird das Team mit etwa 55 Beschäftigten in unterschiedlichen Verwaltungsabteilungen (Geschäftsführung, Personalabteilung, Innendienst, Marketing, IT, Logistik, Finanzen/Buchhaltung, Planungsabteilung) im kommenden Frühjahr in einen Neubau am Lutherring umziehen, der gerade entsteht. Circa 70 von der Umstrukturierung und Werkschließung betroffene Mitarbeiter sind nicht mehr für Kinnarps tätig. Dank eines von Oberbürgermeister Kissel begleiteten Aktionsbündnisses mit IHK, Jobcenter und Arbeitsagentur konnten Unternehmensangaben zufolge nahezu alle von ihnen eine neue Anstellung finden oder ohne effektive Nachteile in die Rente eintreten. Für die weiteren etwa 100 Beschäftigten, die das Unternehmen in den kommenden Monaten verlassen müssen, sollen in Zusammenarbeit mit der Stadt ähnlich erfolgreiche Lösungen gefunden werden. „Die vergangenen Monate waren nicht einfach“, sagt Geschäftsführer Groesslhuber. „Aber durch die gute Kooperation mit dem Betriebsrat bei der Ausarbeitung des Interessensausgleichs und des Sozialplans und die hervorragende Unterstützung der Stadt Worms können wir diese schwierige Zeit der Verunsicherung zu einem versöhnlichen Ende führen.“

 

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