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TEST Sharp Skywell Wasserspender 3/2019

Kategorie: Aktuelle Ausgabe

Die Luft als Quelle nutzen

Hinter dem Skywell von Sharp verbirgt sich ein Trinkwasseraufbereiter, der die Luftfeuchtigkeit aufnimmt, sie filtert, kondensiert und sowohl kaltes als auch heißes Wasser zur Verfügung stellt. Dabei macht er Flaschen und ihren Transport überflüssig und soll so einen Beitrag zum Umweltschutz leisten. FACTS hatte die stylische Zapfsäule zwei Monate lang im Test.

 

 

Um ganze 40 Punkte kann der IQ bei Flüssigkeitsmangel vorübergehend sinken. Kein Wunder, dass Arbeitgebern daran gelegen ist, ihre Belegschaft zum Trinken anzuhalten. Noch vor den beliebten Wachmachern Tee und Kaffee sollte Wasser das Hauptgetränk sein, denn es ist kalorienfrei und entgiftet den Körper. Der Skywell, den Sharp jetzt in Deutschland einführt, bereitet den Mühen mit den Flaschenvorräten ein Ende. Er ist ein Wasseraufbereitungsgerät der besonderen Art, das Luftfeuchtigkeit zu Trinkwasser macht. Das hat sich FACTS genauer angesehen und einen Skywell zum Testen in den Redaktionsräumen aufgestellt.

Da es sich bei Trinkwasser um ein streng kontrolliertes Lebensmittel handelt, benötigt der Skywell mehr Zuwendung und Pflege als ein Drucker oder ein Bürostuhl. Die Installation nahm ein speziell geschulter Techniker vor, der sicherstellte, dass die Filter und UV-Lampen einwandfrei funktionieren und das System frei von Schmutz ist. Viermal im Jahr soll eine Wartung durch den Techniker erfolgen, zweimal im kleinen Rahmen und zweimal umfassend. Die Leitungen werden dann desinfiziert und mehrfach mit destilliertem Wasser durchgespült, so wird die Hygiene sichergestellt. Die Filter tun drei bis neun Monate ihren Dienst und werden nach Bedarf ausgetauscht.

FREI VON MIKROPLASTIK

Bei der Ersteinrichtung im Verlagshaus von FACTS befüllte der Techniker den Sammeltank mit destilliertem Wasser. Auf dieser Grundlage konnte der Wasserproduzent leichter starten. Der Sammeltank ist die erste Station der aufgenommenen Luftfeuchtigkeit, die dort kondensiert. Von dort aus durchläuft das Wasser sechs Filter, die Bakterien töten und Mineralien beisteuern. In die beiden Tanks für Heiß und Gekühlt gelangt reines Trinkwasser, das die FACTS-Redakteure ebenso wie ihre Besucher als geschmacklich angenehm neutral beurteilten. Beim Tee lobten sie zudem, dass keine Kalkoberfläche entstand, wie es bei Leitungswasser oft der Fall ist. Das Skywell-Wasser ist sicher frei von Mikroplastik und soll weder Keime, Kalk, Nitrat, Blei noch andere unerwünschte Beisätze enthalten, die der Gesundheit schaden und den Geschmack beeinträchtigen.

Weil der Sammeltank nicht über einen Festwasseranschluss genährt wird, ist der Skywell mobil: Er steht auf Rollen und kann seinen Standort beispielsweise vom Pausenraum in den Konferenzraum und zurück verlegen.

Unter optimalen Bedingungen – das heißt bei einer Luftfeuchtigkeit von deutlich mehr als 30 Prozent – kann Skywell 18 Liter Trinkwasser am Tag produzieren. Wird die Luft während der Heizperiode trockener, stellt er die Produktion rechtzeitig ein: Es kam im Verlagshaus nicht vor, dass die Luft künstlich befeuchtet werden musste, weil Skywell auf Biegen und Brechen Trinkwasser produzierte.

Das ausgetüftelte Wassersystem produziert naturgemäß Geräusche, die mitunter stören: Vom Ventilator über die Pumpe durch die Filter verläuft der Weg des Wassers in die beiden Tanks, wo die Vorräte, ob gekühlt oder fast kochend, auf Temperatur gehalten werden und immer wieder zirkulieren. Doch man kann Einfluss darauf nehmen: Die Einstellungen erlauben, dass beispielsweise nur nachts produziert wird. FACTS war das zu wenig und hat sich für die Möglichkeit entschieden, den Skywell etwa während eines Meetings per Touch auf den „Silent Mode“ für eine oder zwei Stunden „zum Schweigen zu bringen“. Nur ganz ausschalten sollte man ihn nicht länger, als der Transport im Büro von A nach B benötigt, denn wir haben es hier mit der Produktion eines Lebensmittels zu tun: Wenn Skywell mehr als vier Stunden ausgeschaltet ist, muss er komplett durchgespült und desinfiziert werden – und dafür muss der Techniker kommen. Aufgrund dieses Pflegebedarfs gibt es den Wasserspender nicht zu kaufen, sondern er wird vermietet oder mit einem Leasingvertrag angeboten; Service und Wartung sind in den monatlichen Beiträgen enthalten.

 

Display

INFORMATIV (links): Auf dem großen Display kann auch das eigene Firmenlogo platziert werden. Angezeigt werden Wasserstände, -temperaturen und der Gesamtverbrauch als Menge der eingesparten Flaschen. INTERAKTIV (Mitte): Jeder Nutzer wählt einen Avatar, über den er Zugang zu seinem Wasserkonto erhält. INDIVIDUELL (rechts): Das Wasserkonto zeigt den Soll-ist-Stand des persönlichen Verbrauchs an. Darüber hinaus kann man sich beim Trinken mit einem Wasser-Quiz die Zeit vertreiben.

 

UNTERHALTSAME GIMMICKS

Die Zapfsäule stellt außer Wasser auch ein paar Spielereien bereit. Wenn ein Redakteur sich auf Knopfdruck sein Wasser „zapft“, fügt er die Menge seinem „Avatar“ zu. Das ist ein Spaß, der allen gefiel. Jeder suchte sich aus einer großen Auswahl „seinen“ Avatar aus, gab ihm seinen Namen und hatte so eine Art Wasserkonto eröffnet. Er steckte sich sein Tagesziel, beispielsweise zwei Liter, und bekam bei jedem Drink angezeigt, wie nah er an sein Ziel herangerückt war. Das Display gab außerdem Auskunft, wie viele Flaschen Wasser insgesamt und wie viele durch einen selbst bisher eingespart wurden – auch das motiviert zum Trinken. Zur lehrreichen Unterhaltung stellt das System noch ein Quiz mit Fragen rund um das Wasser bereit. Diese Gimmicks machen den Skywell zu einem Lifestyle-Objekt. Und was den FACTS-Mitarbeitern besonders gefiel: Die lästige Flaschenlogistik erübrigt sich und auch zum „Kranenberger“ ist Skywell eine echte Alternative.

Anja Knies

 

FAZIT

Der Skywell erwies sich als ein Lifestyle-Objekt, an dem alle Verlagsmitarbeiter und -besucher Spaß hatten. Der Einkauf hatte zudem Freude, dass die Anschaffung von Wasserflaschen entfiel.Das Wasser schmeckt ausgezeichnet, sowohl pur und gekühlt als auch heiß zur Vorbereitung von Tee. Die Geräusche, die bei der Wasserproduktion entstehen, lassen sich weitgehend auf Zeiten verlegen, in denen sie niemanden stören. Darüber hinaus waren sich die Testredakteure
einig, dass sich mit dem Skywell ein Beitrag zur Schonung von Ressourcen leisten lässt.

 

Produkt: Skywell
Beschreibung: atmosphärischer Wasserspender
Anbieter: Sharp Business Systems Deutschland
Preis: ca. 240 Euro monatlich bei Leasing inkl. vierteljährlich Service & Wartung

Kontakt: www.sharp.de

 

 

Beurteilung

Sehrgut FACTS 03 2019

Bedienung: 6/6
Optik: 5/6
Wassergeschmack: 6/6
Preis/Leistung: 4/6

Gesamtergebnis: sehr gut

 

 

 


 Fotos: Anja Knies, Thietmar Schorm

 
 
 

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