Aktuelle Ausgabe

TEST OKI C542dn und OKI MC573dn 1/2017

Kategorie: Aktuelle Ausgabe

Alles im Blick

Die neue OKI Serie 5 ist speziell auf die Bedürfnisse kleinerer Unternehmen und Arbeitsgruppen zugeschnitten. Eines der Highlights der Serie ist neben der großen Vielfalt an Features die einfache Bedienung über einen sieben Zoll großen LCD-Touchscreen, mit dem es dem Anwender leicht fallen sollte, trotz hoher Funktionalität die Übersicht zu behalten.

Dass modernes Dokumentenmanagement keineswegs etwas ist, was sich nur große Unternehmen leisten können, beweist der Düsseldorfer Drucker- und MFP-Experte OKI mit der Einführung seiner neuen Serie 5. Hierbei handelt es sich unter anderem um den Farbdrucker C542dn und den Multifunktionsdrucker MC573dn. Beide sind mit einem leistungsstarken LED-Druckwerk ausgestattet, mit dem der Anwender bis zu 30 Seiten in der Minute fertigen kann. Die Systeme sind für einen Papieroutput von maximal 60.000 Seiten im Monat geeignet. OKI empfiehlt einen dauerhaften Einsatz von bis zu 6.000 Seiten im Monat. Im Vergleich zu den Vorgängermodellen verfügen die Geräte über eine optionale zweite Papierkassette, ein integriertes Gigabit-Ethernet und eine wesentlich höhere Laufleistung der Verbrauchsmaterialien. Da beide Maschinen mit einer um sieben Prozent niedrigeren Fixiertemperatur arbeiten, ließ sich der TEC-Wert ebenfalls noch verbessern. Die vier separaten Bildtrommeln sind für rund 30.000 Blatt ausgelegt (Vorgängermodelle: 20.000 Blatt). Während es sich beim C542dn um einen reinen Farb-LED-Drucker mit der technischen Basis für Dokumentenmanagement handelt, verfügt das Multifunktionssystem MC573dn über die Grundfunktionen Drucken, Kopieren, Scannen und Faxen. Beide Neuvorstellungen sind mit der OKI Smart Extendable Platform (sXP) ausgestattet, die direkt in die Basisversionen integriert wurde. sXP ermöglicht das sichere Abrufen von Druckaufträgen per PIN-Nummer oder Kartenlesesystem und erlaubt die Anbindung an externe Dokumentenmanagement-Systeme sowie Fremdlösungen wie Ringdale Follow Me, PaperCut, Drivve Image oder den bereits vorintegrierten Sendys Explorer Lite (siehe Kasten). FACTS hat die beiden neuen Drucksysteme nicht nur auf Funktionalität, sondern auch auf Qualität und Produktivität überprüft: Die Produktivitätswerte sprechen für sich, denn alle Testaufgaben, wie beispielsweise der Druck einiger sehr großen PDF-Dateien, die dreimal doppelseitig ausgedruckt werden mussten, wurden zügig, nahezu ohne Geschwindigkeitsverlust abgearbeitet. Das Gleiche gilt für den Ausdruck aus den Windows-Applikationen PowerPoint, Word und Excel. Die Testaufgaben, um den Kopiermodus zu prüfen, bereiteten dem MC573dn ebenfalls keinerlei Probleme. Auch in Sachen Qualität hatten die FACTS-Redakteure kaum etwas zu bemängeln: Den Druck von Graustufen und Farbverläufen meisterte das Gerät vorbildlich. Während es beim Kopieren kleine Schwächen bei der Erstellung von sehr dunklen Fotos gab, brachte der Druck der digitalen Testvorlagen außergewöhnlich gute Ergebnisse.

ROBINSON LÄSST GRÜSSEN

Erwähnenswert ist auch der „FACTS-Robinsontest“, den auch schon andere LED-Systeme aus dem Hause OKI bestanden hatten. Hierbei handelt es sich um eine digitale Vorlage, auf der das gesamte Werk „Robinson Crusoe“ auf einem Blatt in einer 1-Punkt-Schrift dargestellt ist. Der Druck dieser Datei ist auch für einen modernen Printer eine große Herausforderung. Das Ergebnis lässt sich nicht mit dem bloßen Auge, sondern nur mit einer Lupe überprüfen. Beide Systeme zeigten bei diesem Test mit der möglichen echten Auflösung von 1.200 x 1.200 dpi eine Spitzenleistung (siehe Foto). Auch die Bedienung des C542dn und des MC573dn wurde unter die Lupe genommen. Die Erstinstallation und die Einbindung in das Unternehmensnetzwerk sind spielend einfach und lassen sich über das Installations-Setup vornehmen. Lobenswert ist die einfache Handhabung über das 7-Zoll-LCD-Touchdisplay, über das sich alle Funktionen der Systeme schnell und intuitiv abrufen und einstellen lassen. Das Display ist konfigurierbar: Der Anwender hat somit die Möglichkeit, die meist verwendeten Funktionen und Workflows auf die oberste Ebene zu bringen und sich auf diese Art seinen eigenen „Home-Bildschirm“ zusammenzustellen. Über das LCD-Display bekommt der Nutzer darüber hinaus per Bild oder Video Hilfestellungen, etwa beim Tonerwechsel oder bei der Behebung von Papierstaus und vieles mehr. Die neuen OKI Maschinen sind mit modernen Sicherheitsfunktionen ausgerüstet: Die „Private-Print“-Funktion schickt die Printjobs verschlüsselt zum Drucker und die Druckfreigabe per NFC-Karte (Option) sorgt dafür, dass sensible Daten nicht in unsensible Hände gelangen. Das Internet-Protocol-Security (IPSec) sorgt für eine sichere Übermittlung und einen sicheren Empfang von Dokumenten. Wo und wann gedruckt werden soll, bleibt dem Anwender überlassen: vom PC per Gigabit-Ethernet oder drahtlos per WLAN (optional). Das Drucken vom Smartphone oder Tablet ist über die OKI Mobile-Print-App ebenfalls kein Problem. Über diese App gibt es zudem Hilfestellung bei Störungen. Das Drucken über AirPrint und Google Cloud Print 2.0 ist ebenso möglich.

Klaus Leifeld

FAZIT

Der Multifunktionsdrucker MC573dn und der Printer C542dn bieten kleinen und mittleren Büros sowie Arbeitsgruppen viele Vorteile zu einem er- schwinglichen Preis. Mit dem großen 7-Zoll-Farb-LCD-Touchscreen verliert der Anwender nie den Überblick. Die offene Plattformarchitektur sXP (smart Extendable Platform) bietet Zugriff auf die Dokumentenverwaltung sowie die Konnektivität zu Systemen, die Pull-Printing unterstützen. Im FACTS-Test sorgte das leistungsstarke Druckwerk für sehr gute Produktivitäts- und Qualitätsergebnisse.

Produkt: C542dn / MC573dn
Beschreibung: LED-Drucker / LED-MFP
Anbieter: OKI Systems (Deutschland) GmbH
Preis: ab 449 Euro / 659 Euro exkl. MwSt.
Kontakt: www.oki.de

 

Beurteilung

Tipp FACTS 01 2017


Produktivität: 6/6    
Qualität Kopie: 5/6
Qualität Druck: 6/6
Funktionalität: 6/6
Handhabung/Bedienung:
6/6

Gesamtergebnis: sehr gut   

 

 

Fotos: shutterstock (1)