Aktuelle Ausgabe

LANGZEITTEST ergopanels 1/2017

Kategorie: Aktuelle Ausgabe

Akustische und visuelle Sinnesreize unter Kontrolle

In einem Langzeittest hat die FACTS-Redaktion Standpanels und Wandabsorber im Gebrauch. Diese wirkungsvollen „ergopanels" vom gleichnamigen Hersteller aus dem niedersächsischen Hattorf am Harz haben sich als unverzichtbar erwiesen.

Wie in den meisten Büros wird auch in Redaktionen – seien wir ehrlich – viel telefoniert. Ebenso wichtig ist die konzentrierte Arbeit. Wo mehrere Menschen zusammensitzen, stören sie sich zwangsläufig gegenseitig. Zugunsten der Teamarbeit und des ungehinderten Austauschs, von dem gemeinsame Projektarbeit lebt, arbeitet die FACTS-Redaktion in der Regel bei geöffneten Türen. Eine Kehrseite davon ist der erhöhte Geräuschpegel, der über den Flur bis an die Schreibtische gelangt. Sarah Bartel, Ressortleitung Media im FACTS-Verlag, kann sich gut daran erinnern, wie die Lage war, bevor die neue Ausstattung kam.

EINZEL- UND ZWEIERBÜRO

Vor einigen Monaten – im Frühsommer 2016 – sind deshalb in zwei Büros der FACTS-Redaktion Standpanels und Wandabsorber namens „ergopanels“ in Betrieb genommen worden. In der Juni-Ausgabe wurde ein Bericht über die Installation sowie die ersten Eindrücke veröffentlicht, die die drei betroffenen Mitarbeiter von der neuen Ausstattung hatten. Die sich gegenüberstehenden Schreibtische im Zweierbüro waren durch einen schallabsorbierenden Sichtschutz voneinander getrennt worden. An der Stirnseite zur Tür hin wurden außerdem Standpanels angebracht. Im Einzelbüro ist der Schreibtisch im 90-Grad-Winkel zum Fenster ausgerichtet worden, damit das Licht von draußen nicht mehr auf dem Bildschirm reflektiert und den Nutzer blendet. Der Absorber wurde an der schallharten Wand hinter dem Bildschirm montiert und schluckt die Sprechgeräusche, und auch in diesem Raum wurde ein Sichtschutz zur Tür an der Schreibtischseite aufgestellt.

BEIDERORTS ERFAHRUNGEN

Sarah Bartel hatte damals ihren Platz in dem Raum, den sie sich mit dem Vertriebsleiter teilte. Inzwischen ist sie in das Einzelbüro umgezogen und kann von ihren Langzeiterfahrungen an beiden Orten berichten: „Die wichtigste Veränderung ist die Abnahme von Geräuschen. Zum einen stören mich die Gespräche und Telefonate meiner Kollegen viel weniger, ich kann mich viel besser konzentrieren. Zum anderen habe ich das Gefühl, dass ich ungestört sprechen kann, ohne dass andere mithören und ich sie meinerseits ungewollt belaste." Die Schallabsorber haben in beiden Räumen ihre Wirkung erzielt und eine ausgewogene Raumakustik erzeugt, doch auch den visuellen Effekt des Standpanels, der seitlich am Schreibtisch angebracht ist, hebt Bartel hervor: „Wenn jemand an der offenen Tür vorbeigeht, schaue ich nicht unweigerlich hin; diese Bewegungen im Augenwinkel haben mich früher immer irritiert. Dabei ist es schwer, den Arbeitsfaden beizubehalten. Mitunter hat das durchaus dazu geführt, dass ich einen Fehler gemacht habe, weil ich abgelenkt war.“ Heute hingegen benötige sie viel weniger Zeit, ihre Arbeitsergebnisse zu überprüfen, weil die Voraussetzungen für Sorgfalt einfach viel besser seien. Und das sei nicht die einzige Auswirkung: „Wenn jemand zu mir ins Büro kommt, kann er nicht direkt auf meinen Bildschirm sehen. Gerade das“, so betont sie, „erhöht meine Privatsphäre und ermöglicht mir ein viel angenehmeres Arbeiten." Schließlich gibt es auch noch einen weiteren positiven optischen und praktischen Effekt: An den weichen Panels können ganz leicht Notizen, eine Telefonliste oder Fotos angepinnt werden. Nimmt man sie wieder ab, bleiben keine Löcher zurück wie es früher in der Tapete der Fall war. Weniger akustische und optische Sinnesreize sind eine Wohltat und der Schlüssel zum effizienten Arbeiten, lautet das Fazit nach einem guten halben Jahr. „In jeder Hinsicht hat die Belastung durch Störungen abgenommen, seitdem wir die ergopanels haben", urteilt Sarah Bartel. „Ich habe mehr Ruhe, kann mich viel besser konzentrieren und fühle mich einfach wohler."

Anja Knies

FAZIT

Obwohl es sich bei den ergopanels an sich um ein relativ einfaches Produkt handelt, ist die Wirkung verblüffend: Ihr Einsatz hat die Raumakustik in den beiden Büros spürbar verbessert. Ebenso wichtig war, dass visuelle Störfaktoren nach dem Einsatz der Standpanels deutlich weniger wurden. Weitere positive Nebeneffekte: mehr Ordnung am Arbeitsplatz durch eine effizientere Nutzung der vorhandenen Fläche und mehr Privatsphäre. Das schafft unterm Strich eine Steigerung des Wohlfühlfaktors.

Produkt: ergopanel
Beschreibung: Standpanels und Wandabsorber
Anbieter: ergopanel AG
Preis: abhängig von Größe, Konfiguration, Grad der Schallabsorption
Kontakt: www.ergopanel.de

 

Beurteilung

Tipp FACTS 01 2017


Akustischer Effekt: 5,5/6
Visuelle Abschirmung: 6/6    
Optik: 5/6

Gesamtergebnis: sehr gut