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IN EIGENER SACHE FACTS 5/2018

Kategorie: Aktuelle Ausgabe
IN EIGENER SACHE FACTS 5/2018

Gelungener Neustart oder Griff nach den Sternen?

Das waren noch Zeiten, als sich jedes Jahr eine ganze Zunft mit Sack und Pack auf den Weg nach Hannover machte und Heerscharen von Ausstellern mit großer Ehrfurcht die CeBIT ansteuerten. Damals blieb die Aktualität auch eine gewisse Zeit aktuell und Messen im Abstand von einem oder zwei Jahren erwiesen sich somit als sinnvoll.

 

 

Nun ist die Ehrfurcht dahin und die glücklichen Zeiten gehören der Vergangenheit an. Dies gilt insbesondere für ITK-Messen. Es hat generell den Anschein, als würde sich ihre Ära überhaupt ihrem Ende zuneigen.

Diese Entwicklung lässt sich auf mehrere Gründe zurückführen. Vor allem kosten Messen einfach viel Geld. Sie bedeuten einen enormen personellen Einsatz und einen nicht weniger beträchtlichen logistischen Aufwand.

 

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Graziella Mimic, Chefredakteurin

 

 

 

Darüber hinaus finden viel zu viele Messen statt und zu oft, sodass sie sich global gesehen buchstäblich aneinanderreihen. Unter dieser Inflation an Shows und Kongressen aller Art leidet jede einzelne Veranstaltung und die Messemüdigkeit nimmt zu. Schließlich bringen gerade im IT-Bereich die stets kürzer werdenden Lebenszyklen vieler Produkte und Technologien die Messen um die Möglichkeit, ihre Besucher mit wirklichen Novitäten zu überraschen. Für die meisten haben angebliche Neuheiten bereits vor der Messe ihren geheimen Charakter verloren. Und einen Blick in die Zukunft verschaffen Messen kaum noch, da diese innerhalb kürzester Fristen schon wieder anders aussieht.

Zugegeben verschaffen Messen dem Beobachter eine ungefähre Übersicht über einen bestimmten Markt und seine Teilnehmer – zumindest über die, die noch teilnehmen. Sie bieten zudem die Gelegenheit – wenn auch in geringerem Maße –, neue Kontakte zu knüpfen und die bestehenden zu pflegen. Und als Treffpunkt oder Stammtisch einer Branche erlauben sie letztendlich, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen und kursierende Gerüchte zu entlarven oder zu verifizieren.

Dies ist allerdings ein bisschen wenig. Und wenn nicht mehr drin ist als nur das, lohnt es sich dann überhaupt noch, Messen zu besuchen? Neue Konzepte müssen also her. Die Veranstalter der CEBIT (neue Schreibweise)sehen es auch so und haben deshalb der Messe ein neues Gesicht geben wollen. „Die neue CEBIT ist die Bühne für Geschäftsanbahnung im digitalen Zeitalter“, kündigt die Messe bereits auf ihrer Website an. „Weil wir Digitalisierung verständlicher machen. Weil Lösungen und Produkte erfahrbarer werden. Weil wir Technologie und Business unterhaltsam inszenieren. Weil wir die richtigen Menschen zusammenbringen.“

Versprochen wird einiges: Technologien, die verändern, Geschäfte, die Spaß machen, Kontakte, die sich auszahlen, und nicht zuletzt Emotionen, die bleiben sollen. Sogar die Deutsche Bahn und die Deutsche Bank sollen mit von der Partie sein – ob das wirklich helfen wird, darüber ließe sich bestimmt streiten.

Auf jeden Fall hat man es hier mit einem überaus ambitiösen Programm zu tun, wie wir finden. Doch wie immer will FACTS keinesfalls die Katze im Sack kaufen, sondern sich selbst ein Bild der Veranstaltung in neuem Gewand machen. Aus diesem Grund wird es in diesem Jahr keinen Vorbericht, dafür aber einen Nachbericht zur CEBIT geben, weshalb übrigens die Juni-Ausgabe später als üblich erscheinen wird.

Wir hoffen, dies ist im Sinne unserer Leser und Partner, und wünschen erst einmal viel Spaß bei der Lektüre der aktuellen Ausgabe!

Graziella Mimic 

 

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Foto: shutterstock

 

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