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IN EIGENER SACHE 2_3/2020

Kategorie: Aktuelle Ausgabe
IN EIGENER SACHE 2_3/2020

Der langwierige Abschied von der Stechuhr

Im ruhigen Park mit Vogelgezwitscher als Geräuschkulisse oder auf der sonnigen Terrasse eines netten Cafés den elektronischen Posteingang prüfen, Berichte bequem im Zug verfassen oder im heimischen Garten eine Präsentation erstellen: Den meisten fallen beim Stichwort „flexibles Arbeiten“ solche beschaulichen Szenen ein.



Also Schluss mit Stechuhren und starren Arbeitsmodellen. Es lebe die neue Freiheit. Diesen grenzenlosen Enthusiasmus dämpfen allerdings zahlreiche Untersuchungen, die besagen, dass nach wie vor nur ein geringer Teil der Beschäftigten in kleinen und mittelständischen Unternehmen flexibel und ortsunabhängig arbeitet. Insbesondere das Thema Homeoffice, von dem viele annehmen, es habe sich längst durchgesetzt, stecke immer noch in den Anfängen.

Dafür scheint es vielfältige Gründe zu geben. Gewiss fehlt es hier und dort an technischen Mitteln und auch was die Einrichtung angeht, gibt es noch viel Luft nach oben. Denn die meisten Arbeitgeber, die Homeoffice gestatten, versäumen es laut aktuellen Studien, dies auch aktiv zu unterstützen und das dafür nötige Equipment zur Verfügung zu stellen. Vielleicht liegt es daran, dass sie doch noch eine gewisse Abneigung gegen Heimarbeit hegen. Gerade im Mittelstand ist das Image des Workaholics weiterhin hoch im Kurs und quer durch die Abteilungen wird fiebrig gewetteifert, wer am längsten am Arbeitsplatz verweilt. Dabei könnte das Priorisieren der Ergebnisse vor den Arbeitszeiten gerade die Leute enttarnen, die ihre Unproduktivität hinter einer Inszenierung des Beschäftigt-Aussehens verbergen. 



Graziella Mimic


 

 

 

 

 

 

GRAZIELLA MIMIC, 
Chefredakteurin

 

 

 

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Eine aufschlussreiche Lektüre wünscht

Graziella Mimic

  

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Foto: shutterstock, Anna Köster

 

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