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IN EIGENER SACHE 2/2019

Kategorie: Aktuelle Ausgabe
IN EIGENER SACHE 2/2019

Heute ist schon morgen

Die weitgehende Digitalisierung sämtlicher Arbeitsabläufe zeichnet die heutige Wirtschaft aus. Somit ist die digitale Transformation das Hauptthema und der Schlachtruf unserer Zeit und führt immer wieder zu heftigen Kontroversen.

Aufgrund stets ausgeklügelterer Technologien und des Abbaus von zeitlichen und örtlichen Einschränkungen ermögliche sie ein effizienteres Wirtschaften, sagen die einen. Wegen der dadurch beschleunigten Globalisierung jedoch, die eine Steuerung durch die einzelnen Staaten hemmt, wodurch weltweit agierende Unternehmen weniger Kontrollen unterliegen, mache sie den Weg frei für ökonomische sowie politische Instabilität, entgegnen die anderen. Innerhalb der Staaten und zwischen ihnen nehme die soziale Ungleichheit erheblich zu. Sogar internationalem Terrorismus biete die Digitalisierung Mittel und Wege zum Zweck.

In der Tat wirkt sich die nicht zuletzt durch den digitalen Wandel begünstigte internationale Verflechtung der Weltwirtschaft auf die Arbeitsmärkte aus. So bangen inzwischen viele Menschen um ihren Arbeitsplatz. Und die Gefahr ist nicht imaginär. Aus Kostengründen verlagern Unternehmen aus traditionellen Industriestaaten ihre Fertigungsstätten oder standardisierte Verwaltungstätigkeiten gerne ins billige Ausland, wo die Lohnabgaben niedriger, die umweltpolitischen Vorschriften belanglos und die sozialen Sicherungssysteme kaum vorhanden bis inexistent sind.

Graziella Mimic ok


 

 

 

 

Graziella Mimic, 
Chefredakteurin

 

 

 

Was hierzulande bleibt, sind vor allem Dienstleistungen. So nimmt das Angebot in diesem Bereich zu. Doch die klassischen „9 to 5“-Jobs eignen sich nicht immer dazu, die Flexibilität, die das Bereitstellen von Servicegütern verlangt, zu gewährleisten. Neue Arbeitsformen sind gefragt. Auch wenn mobiles Arbeiten bisher noch nicht so verbreitet ist, wie vor einigen Jahren prognostiziert, sollte die Anzahl der Beschäftigten, die ihre Aufgaben außerhalb der Firma erledigen, künftig auf jeden Fall steigen.

Diese Entwicklung wird noch dadurch verstärkt, dass sich aus wirtschaftlichen Gründen Raumgestaltung und -nutzung in den Büros ebenfalls verändern. Bereits jetzt verfolgen viele Unternehmen den Ansatz, die vorhandene Fläche effizienter zu nutzen. Die Mitarbeiter überwiegend „mobil“ zu machen und somit die Anzahl der permanenten Arbeitsplätze zu reduzieren, könnte sich für viele Betriebe als die nächstliegende Lösung erweisen.

Sicher ist: Der Wandel, der bereits vor einigen Jahren begonnen hat, ist längst nicht abgeschlossen, sondern in vollem Gange – dies in sämtlichen Bereichen von Wirtschaft und Gesellschaft. Auf diesem Weg will das FACTS-Magazin seine Leser begleiten und ihnen wie immer zur Seite stehen, mit Informationen, Tipps und Berichten zur bestmöglichen Gestaltung ihres Arbeitsalltags. Heute und in Zukunft.

Eine wegweisende Lektüre wünscht
Graziella Mimic

  

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Foto: shutterstock, Elmar Wolff

 

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