Aktuelle Ausgabe

FACTS ARENA MFP Lexmark vs. HP 5-6/2020

Kategorie: Aktuelle Ausgabe

Einer wird gewinnen

Kleine Multifunktionssysteme, die nicht die Welt kosten, viel können und zudem ausgesprochen produktiv arbeiten, sind in Büros und in Homeoffice-Umgebungen gerade sehr gefragt. FACTS hat zwei solche Systeme in die ARENA geschickt. Sowohl der HP Color LaserJet Pro MFP M283fdw als auch der Lexmark MC3326adwe aus der Go-Line-Reihe machten im FACTS-Test eine gute Figur. Doch wer hat das Duell schließlich gewonnen?

Vom Aussehen her könnten die Farblaser-Multifunktionssysteme HP LaserJet Pro MFP M283fdw und Lexmark GO Line MC3326adwe Geschwister sein. Denn sie sind sich auf den ersten Blick zum Verwechseln ähnlich.
Beide Systeme drucken, kopieren, scannen, faxen und lassen sich mit einem Papiervorrat von maximal 250 Blatt ausstatten. Zudem verfügen sie über einen Einzelblatteinzug. Steuern lassen sich die Farbmultis über ein paar manuelle Tasten, hauptsächlich jedoch über einen kleinen Farb-Touchscreen.
In Sachen Leistung unterscheiden sich die kleinen Multidrucker doch ein wenig: Die nominale Druckgeschwindigkeit des HP M283fdw beträgt 21 DIN-A4-Seiten pro Minute während der Lexmark MC3326adwe 24 Seiten in der gleichen Zeit bedruckt.

PRODUKTIVITÄT AUF DEM PRÜFSTAND

Bei den Systemen hat die Redaktion den FACTS-Produktivitätstest durchgeführt. Hierbei ging es unter anderem darum, zu überprüfen, ob die bereits genannten Nominalgeschwindigkeiten der MFPs im Bereich Drucken, Kopieren und Scannen mit den Testwerten übereinstimmten. Das Ergebnis: Sowohl HP als auch Lexmark geben in ihren Prospekten die exakten Werte an.
Der Produktivitätstest bestand aus Aufgaben wie etwa der doppelseitige Druck von Word- und PowerPoint-Dateien und das Kopieren von einseitigen Vorlagen sowohl im Simplex- als auch im Duplexmodus. Die Testaufgaben, bei denen doppelseitige Vorlagen automatisch im Duplexmodus kopiert werden, sind bei beiden Geräten nicht möglich, da das zweiseitige Scannen beziehungsweise das Wenden des Originals nicht vorgesehen ist.
Das Ergebnis des Produktivitätstests beider Kandidaten kann sich durchaus sehen lassen. Lexmark hatte allerdings die Nase etwas weiter vorn. Zum einen durch die etwas schnellere Grundgeschwindigkeit und zum anderen durch die Tatsache, dass sich der HP M283fdw beim Drucken einer sehr großen PDF-Datei sehr viel Zeit genommen hat. Während das Lexmark-Produkt für diese Aufgabe (eine 20-seitige PDF-Datei dreimal doppelseitig ausdrucken) knapp zwei Minuten benötigte, war das HP-MFP nach vier Minuten immer noch nicht fertig.

KLEINE UNTERSCHIEDE AUCH BEI DER QUALITÄT

Die Qualität von Druck und Kopie hat die Redaktion ebenfalls überprüft: Hier überzeugten beide MFPs. Sowohl das Kopieren und Drucken von Fotos und Graustufenverläufen als auch der Druck von kleinen Schriften bereiteten den Testkandidaten kaum Probleme. Lediglich beim Druck der Landoltringe war der Lexmark MC3326adwe der HP-Maschine wieder eine Nasenlänge voraus und konnte ein paar Punkte mehr erzielen.

BEDIENUNG UND KONNNEKTIVITÄT

Die Bedienung der kleinen MFPs ist einfach und intuitiv. Die Displays sind zwar recht klein und man muss etwas üben und sehr genau zielen, um die richtige Taste zu erwischen. Nach etwas Übung funktionierte das dann aber reibungslos. Auch der Wechsel der Tonerkartuschen ist einfach und eine sehr saubere Sache. Sollte mal ein Fehler auftreten, informieren die MFPs und geben Hilfestellungen über das Display.
Besonders wichtig bei einem modernen MFP ist natürlich die Anbindung an die mobile Welt. Hier bieten sowohl das HP- als auch das Lexmark-MFP alle Standards, die für ein reibungsloses Arbeiten erforderlich sind. Ähnliches gilt für die in dieser Leistungsklasse üblichen Sicherheitsfeatures, über die beide Duellanten verfügen.
Der Ausdruck über das Tablet oder vom Smartphone funktionierte im FACTS-Test einwandfrei. Über einen USB-Anschluss an der Frontseite verfügen beide MFPs. So lassen sich auch Dateien von einem USB-Stick ausdrucken oder der Anwender kann Papiervorlagen direkt auf den Stick scannen. Leider kann der Anwender des HP-MFPs beim Direktdruck vom Stick die Duplexfunktion nicht aufrufen, was ein paar Punkte gekostet hat. Ebenfalls einen kleinen Punkteverlust gab es für das Lexmark, da sich die auf dem USB-Stick befindlichen Fotos nicht auf dem Display (als Fotos) anzeigen lassen.

PREISVERGLEICH

Was die Preisgestaltung angeht, bezieht sich FACTS beim Vergleich auf die Onlineshops der Hersteller als auch auf Amazon. Hier liegen die Preise etwas unter denen der Hersteller.
Viel wichtiger als die Gerätepreise sind beim professionellen Einsatz die Kosten des Toners: Hier wurden die von FACTS angegebenen Beträge durch Hersteller zugrunde gelegt. Preislich war der Toner (siehe Tabelle) für beide Kandidaten handelsüblich und es gab keine nennenswerten Unterschiede.

 

 

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PREISVERGLEICH

Preisvergleich
 

FAZIT

Beide Geräte sind für den Einsatz im Büro bestens geeignet. Die Farb-MFPs sind nicht ausschließlich für kleine Druck- und Scanjobs gedacht, sondern durchaus auch für ein mittleres Druckvolumen. Allerdings muss darauf geachtet werden, dass bei großen Druckjobs die Ausdrucke immer mal wieder aus dem Ausgabefach genommen werden, da es bei beiden MFPs etwas klein dimensioniert ist. Die Qualität ist sowohl beim Lexmark-MFP als auch beim HP-MFP nicht zu beanstanden. Das Lexmark-System war allerdings dem HP-MFP in Sachen Produktivität, Qualität und Preis (Onlinehandel) immer eine kleine Nasenlänge voraus.

Klaus Leifeld

Testergebnis

 

 WEITERE TABELLE 

 


 Fotos: Klaus Leifeld