Aktuelle Ausgabe

ARENA Schreibtischleuchten 10/2015

Kategorie: Aktuelle Ausgabe

Damit Ihnen ein Licht aufgeht

Die richtige Schreibtischleuchte erleichtert die tägliche Büroarbeit, sorgt für eine höhere Konzentration und beugt Ermüdungserscheinungen vor. Um den richtigen Lichtspender für den Arbeitsplatz zu finden, schickte FACTS vier Design-Schreibtischleuchten in die Arena.

Eine gute Beleuchtung sollte eine Grundvoraussetzung an jedem Arbeitsplatz sein, denn sie erhöht die Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter und fördert folglich auch den Erfolg des Unternehmens. Die natürlichste und beste Lichtquelle ist immer noch das Tageslicht. Doch wenn dieses – zum Beispiel in den Wintermonaten oder am späten Abend – mal knapp wird, muss auf künstliche Beleuchtung zurückgegriffen werden. FACTS verglich hierzu Design-Schreibtischleuchten, die nicht nur optimales Licht bieten sollten, sondern auch durch eine edle Optik dem modernen Büro das gewisse Etwas verleihen sollten. In die Arena schickte FACTS die Designleuchten der namhaften Hersteller Artemide, Nimbus, Tobias Grau und Waldmann. Dabei wurden die Leuchten nach unterschiedlichen Kriterien begutachtet, wie dem Design, der Ergonomie, der Handhabung und – am allerwichtigsten  – nach dem Licht.

DIE KANDIDATEN

Die Leuchte des italienischen Herstellers Artemide heißt „Demetra“ und wurde von dem japanischen Designer Naoto Fukasawa entworfen. Sie hat eine schlichte Formgebung mit einem runden Fuß und Kopf und einen auffälligen Seilzug an der Gestellrückseite. Das Bedienelement befindet sich in der Mitte des Leuchtenkopfes in Form eines klassischen Knopfes. Die Leuchte gibt es auch in einer Ausführung mit Bewegungssensor, wir beziehen uns in diesem Test jedoch auf die Ausführung ohne diesen.
Die sehr teure Leuchte des schwäbischen Herstellers Nimbus heißt wie der gleichnamige Song der Band „The Police“, „Roxxane (Office)“. Diese Leuchte sticht mit ihrem länglichen Leuchtenkopf in Metalloptik hervor, wirkt modern, aber dennoch schlicht. Berührungslos bedienen lässt sie sich über einen Sensor am Leuchtenkopf.
Das in der Nähe von Hamburg ansässige Unternehmen Tobias Grau bietet mit der Schreibtischleuchte „John“ eine Leuchte mit klassischem, minimalistischem Design. Die Leuchte besitzt eine auffällig gewölbte Linse am Leuchtenkopf sowie Metallstreben an der Gestellrückseite. An der Leuchtenkopfunterseite sind zwei Knöpfe gegenüberliegend angebracht mit identischer Funktion.
Die Arbeitsplatzleuchte „PARA.MI“ (zu Deutsch: für mich) des mittelständischen Familienunternehmens Waldmann bietet ein schlichte, moderne Optik. Hervorstechende Designelemente sind die markanten selbsthemmenden Gelenke sowie das elegant verlegte Kabel auf der Gestellrückseite. Die „PARA.MI“ gibt es in unterschiedlichen Ausführungen mit einem runden oder einem eckigen Kopf, mit zwei Armen oder nur einem sowie mit einem runden oder eckigen Fuß. Für den Test bezog sich FACTS auf die Version mit zwei Armen und einem eckigen Leuchtenkopf.

DER ERSTE EINDRUCK

Nachdem alle Arbeitsplatzleuchten in den FACTS-Test- und -Redaktionsräumlichkeiten angekommen waren, überprüften die FACTS-Tester zuallererst die Einstellmöglichkeiten der Leuchtengestelle auf individuelle Bedürfnisse – schließlich soll das Licht ja genau dorthin leuchten, wo es gebraucht wird.
Schon hier stellten sich die ersten Unterschiede zwischen den Leuchten heraus – am flexibelsten lässt sich die Leuchte von Waldmann einstellen. Alle anderen Leuchten haben eine Beschränkung der Verstellbarkeit nach hinten. Auch in Sachen Gelenktechnik gefiel die „PARA.MI“ der Redaktion am besten. Die selbsthemmenden Gelenke hielten das Gestell an Ort und Stelle – selbst in den ungewöhnlichsten Positionen. Bei der „John“ mussten hingegen mehrfach die Gelenke nachgestellt werden, damit die Leuchte ihre Stellung hielt.
Die rein optische Designbewertung spart sich FACTS an dieser Stelle, da Schönheit ja
bekanntermaßen in den Augen des Betrachters liegt. Dennoch fiel eine Designentscheidung negativ auf – der große Fuß der „Roxxane“ wurde von den Testern als zu groß für den herkömmlichen Schreibtisch befunden. Mit über 20 Zentimeter mehr Umfang als bei der nächstgrößeren Leuchte nimmt er sehr viel Platz auf dem Schreibtisch ein.
Das Bedienelement erfüllt bei allen Leuchten gleichermaßen die Funktion des Ein- und Ausschaltens sowie des Dimmens der Leuchte. Bei der Leuchte von Waldmann gibt es noch weitere Funktionen, die sich als besonders herausstellten – dazu aber später mehr. Punktabzug musste es leider für die Leuchten von Nimbus und Tobias Grau in dieser Kategorie geben. Der berührungslose Sensor der „Roxxane“ wird nämlich oft zum Geduldspiel – so wird aus einem einfachen Ein- oder Ausschalten ein Dimmen und umgekehrt. Bei der Schreibtischleuchte „John“ funktionieren die Bedienelemente zwar einwandfrei, jedoch läuft man Gefahr, sich die Finger zu verbrennen, da die Leuchte außerordentlich heiß werden kann, wenn sie ein paar Stunden in Betrieb ist.
Doch der wichtigste Punkt, den eine Schreibtischleuchte erfüllen sollte, ist es, ausreichend und angenehmes Licht zu spenden. Licht spenden konnten alle – aber bezüglich der Lichtverteilung und der Lichtstärke gab es Unterschiede. FACTS wollte sich hierbei nicht auf die sehr theoretischen Lumen-Werte verlassen und machte den Praxistest, in dem mehrere Tester die Lichtverhältnisse beurteilen sollten. In diesem Test wurde festgestellt, dass den meisten Testern die Helligkeit der „Demetra“ nicht ausreichte. Begründet ist das in der geringen Anzahl der LEDs verglichen zu den Leuchten der Konkurrenz. Bei der „PARA.MI“ und der „Roxxane“ gab es leichte Mehrfachschatten, die die Arbeit jedoch nicht weiter beeinträchtigt haben.

DER UMWELT ZULIEBE

Da Umweltfaktoren für Unternehmen heutzutage immer wichtiger werden, verglich FACTS die Energieeffizienz und Funktionalitäten, die ihnen zugutekommen. Hier lag die „PARA.MI“ mit einem Verbrauch von nur
8 Watt an der Spitze. Die „Demetra“ kam mit 9,5 Watt diesem Wert schon sehr nahe. Da diese aber fast nur die halbe Leuchtkraft der „PARA.MI“ hat, ist auch dieser Wert vergleichsweise sehr hoch. Der Verbrauch der „Roxxane“ war mit 15 Watt bei Weitem am höchsten. Zwar hat die Leuchte auch eine viel höhere Leuchtkraft mit 1.063 Lumen, jedoch sind nach Meinung der FACTS-Tester Werte über 500 Lumen vollkommen ausreichend.
Überraschend ist, dass von den vier Leuchten nur eine einzige – die Leuchte von Waldmann – eine automatische Abschaltautomatik hat. Die Stunden bis zur Abschaltung lassen sich zudem noch manuell über eine Tastenkombination am Leuchtenkopf programmieren. Genauso nützlich ist die Funktion der „PARA.MI“, die es erlaubt, das Einschaltverhalten bei Netzwiederkehr zu programmieren – sogar an das eingestellte Dimmverhalten erinnert sich die Leuchte. Das ganze ist vor allem praktisch, wenn man die gesamte Beleuchtung im Büro über einen zentralen Schalter steuern möchte.

FAZIT

Licht spenden können alle Kandidaten dieser Arena, jedoch besticht die „PARA.MI“ von Waldmann mit durchdachten Funktionalitäten und einer Formgebung, die sich nach Meinung der Redaktion sehr gut in den modernen Arbeitsplatz einfügt. Hinzu kommt ein Licht, das den Arbeitsplatz ausreichend und angenehm ausleuchtet. Gut gefallen hat der Redaktion, dass die Leuchte „Demetra“ optional mit einem Bewegungsmelder ausgestattet werden kann. Ein programmierbarer „Sleep-Timer“ wie er bei der „PARA.MI“zu finden ist, sollte jedoch heutzutage zur Standardausstattung jeder Leuchte gehören.

Christoph Schwantes

 

Bewertung:

arena gut

Artemide Modell Demetra

Design: 6/6
Beleuchtungsstärke: 3/6
Gleichmäßigkeit des Lichts: 6/6
Integration in den Arbeitsplatz: 6/6
Einstellmöglichkeiten: 5/6
Bedienung: 6/6
Umwelteigenschaften: 5/6
Gesamtergebnis: gut

 
 arena gut

Nimbus Modell Roxxane Office

Design: 6/6
Beleuchtungsstärke: 6/6
Gleichmäßigkeit des Lichts: 5/6
Integration in den Arbeitsplatz: 5/6
Einstellmöglichkeiten: 5/6
Bedienung: 4/6
Umwelteigenschaften: 4/6
Gesamtergebnis: gut

 
 arena gut  Tobias Grau Modell John

Design: 6/6
Beleuchtungsstärke: 6/6
Gleichmäßigkeit des Lichts: 6/6
Integration in den Arbeitsplatz: 6/6
Einstellmöglichkeiten: 5/6
Bedienung: 5/6
Umwelteigenschaften: 4/6
Gesamtergebnis: gut

 arena sehrgut Waldmann Modell PARA.MI

Design: 6/6
Beleuchtungsstärke: 6/6
Gleichmäßigkeit des Lichts: 5/6
Integration in den Arbeitsplatz: 6/6
Einstellmöglichkeiten: 6/6
Bedienung: 6/6
Umwelteigenschaften: 6/6
Gesamtergebnis: sehr gut